Für eine Erziehung zum weltoffenen europäischen Bürger

 

Wirtschaft, Wissenschaft  und Landwirtschaft in Europa entwickeln sich in einem rasanten Tempo auf die Globalisierung hin.

Die Auswirkungen dieser Entwicklung erleben und akzeptieren wir in unserem alltäglichen Umfeld. Es ist notwendig sie  auch in unserem Erziehungskonzept zu berücksichtigen.

 

  1. Fremdsprachen als Kommunikationsmittel

 

In unserer durch Globalisierung geprägten Welt tragen christliche Schulen maßgeblich dazu bei, junge Menschen auf ein Leben in Europa vorzubereiten. Dazu gehört natürlich die Fähigkeit der Verständigung in den modernen Sprachen. Der Fremdsprachen­unterricht soll in erster Linie Austausch und Begegnung zwischen Menschen ermöglichen, Sprachkompetenz ist Kommunika­tionskompetenz.

Kommunikationsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz sind notwendig als übergeordnetes Ziel für den Fremdsprachenunterricht in der Schule.  Die Menschen in Europa müssen zukünftig  noch mehr als bisher in der Lage sein,  sich über Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

 

  1. Begegnung in der gemeinsamen Arbeit

 

Neben die Kommunikationsfähigkeit durch den Fremdsprachenunterricht tritt das Prinzip der Begegnung durch den Austausch.

Unter Schüleraustausch verstehen wir Projekte, in die alle Schüler einer Schulklas­se integriert werden. Junge Menschen aus mindestens zwei Ländern sollen fächer­über­greifend miteinan­der arbeiten. Bei dieser Form von Austausch steht  nicht die Einübung der Fremd­sprache im Vordergrund, sondern das Mitein­ander und die Begegnung.

Ziel ist es, durch diese Form von Austausch Offenheit gegenüber der Kultur und der Mentalität der anderen Völker zu vermitteln und den Grundstein zu legen für ein gegenseitiges Verständnis.

Wir wollen mit all diesen Aktivitäten ein gemeinsames europäisches Bewusstsein entwickeln, das sich auch der globalen Verantwortung stellt.

 

  1. Respekt vor dem Mitmenschen

 

Die sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten, der Gedanke der Demokratie und unser christliches Erziehungskonzept fordern von uns, junge Menschen  so auszu­statten, dass sie sich für alle Kulturen und für alle Menschen zu öffnen im Stande sind.

Eine wahrhaft demokratische Gesellschaft benötigt als gemeinsame Basis den Respekt vor dem Mitmen­schen, der nicht denkbar ist ohne Verständnis für seine Besonderheiten. Jede Gesellschaft gewinnt, wenn sie die Vielfalt der Kulturen ihrer Mitglieder zu integrieren versteht.

 

Das auf dem Evangelium beruhende Erziehungskonzept unserer Schulen gründet auf der Aner­ken­nung aller Menschen als Brüder und Schwestern in Christus. Das ist unsere gemeinsame Basis. Die kulturellen Unterschiede zwischen den Menschen sind Abbilder der Vielfalt, die von Gott geschaffen wurde und von ihm geliebt wird.

 

Dieser Gedanke ist  der Leitfaden unseres  Erziehungskonzeptes.

 

 

Straßburg, 03.11.2003

 

 

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Dr. Andreas Hatzung                                                                                            Jean Robert Kohler

Direktor                                                                                                                Direktor