Wirtschaft,
Wissenschaft und Landwirtschaft in
Europa entwickeln sich in einem rasanten Tempo auf die Globalisierung
hin.
Die Auswirkungen dieser Entwicklung erleben und akzeptieren wir in unserem alltäglichen Umfeld. Es ist notwendig sie auch in unserem Erziehungskonzept zu berücksichtigen.
In unserer durch
Globalisierung geprägten Welt tragen christliche Schulen maßgeblich dazu bei,
junge Menschen auf ein Leben in Europa vorzubereiten. Dazu gehört natürlich die
Fähigkeit der Verständigung in den modernen Sprachen. Der
Fremdsprachenunterricht soll in erster Linie Austausch und Begegnung
zwischen Menschen ermöglichen, Sprachkompetenz ist
Kommunikationskompetenz.
Kommunikationsfähigkeit und
interkulturelle Kompetenz sind notwendig als übergeordnetes Ziel für den
Fremdsprachenunterricht in der Schule.
Die Menschen in Europa müssen zukünftig noch mehr als bisher in der Lage
sein, sich über Erfahrungen und
Ideen auszutauschen.
Neben die
Kommunikationsfähigkeit durch den Fremdsprachenunterricht tritt das Prinzip der
Begegnung durch den Austausch.
Unter Schüleraustausch
verstehen wir Projekte, in die alle Schüler einer Schulklasse integriert
werden. Junge Menschen aus mindestens zwei Ländern sollen
fächerübergreifend miteinander arbeiten. Bei dieser Form von
Austausch steht nicht die Einübung
der Fremdsprache im Vordergrund, sondern das Miteinander und die
Begegnung.
Ziel ist es, durch diese
Form von Austausch Offenheit gegenüber der Kultur und der Mentalität der anderen
Völker zu vermitteln und den Grundstein zu legen für ein gegenseitiges
Verständnis.
Wir wollen mit all diesen
Aktivitäten ein gemeinsames europäisches Bewusstsein entwickeln, das sich auch
der globalen Verantwortung stellt.
Die sozialen und
wirtschaftlichen Gegebenheiten, der Gedanke der Demokratie und unser
christliches Erziehungskonzept fordern von uns, junge Menschen so auszustatten, dass sie sich für
alle Kulturen und für alle Menschen zu öffnen im Stande sind.
Eine wahrhaft demokratische
Gesellschaft benötigt als gemeinsame Basis den Respekt vor dem Mitmenschen,
der nicht denkbar ist ohne Verständnis für seine Besonderheiten. Jede
Gesellschaft gewinnt, wenn sie die Vielfalt der Kulturen ihrer Mitglieder zu
integrieren versteht.
Das auf dem Evangelium beruhende Erziehungskonzept unserer Schulen gründet auf der Anerkennung aller Menschen als Brüder und Schwestern in Christus. Das ist unsere gemeinsame Basis. Die kulturellen Unterschiede zwischen den Menschen sind Abbilder der Vielfalt, die von Gott geschaffen wurde und von ihm geliebt wird.
Dieser Gedanke ist der Leitfaden unseres
Erziehungskonzeptes.
Straßburg,
03.11.2003
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Dr. Andreas Hatzung
Jean Robert Kohler
Direktor
Direktor